Alle Völker, in deren Lebensraum Birken vorkommen, verwendeten die Rinde seit der frühen Steinzeit:
- Als Griffmaterial kommt Birkenrinde besonders in Nordeuropa auch heute noch zur Anwendung, insbesondere für Messer. (Diese klassische Stecktechnik haben wir weiterentwickelt und modernen Anwendungen zugänglich gemacht.)
- Gefäße zur Aufbewahrung von Lebensmitteln: Frischwaren wie Fisch, Fleisch oder Obst werden länger lagerfähig, Getreide oder Brot werden vor Schimmel oder Schädlingen geschützt und sehr lange haltbar. Auch "Ötzi" bewahrte seine Vorräte in einem Gefäß aus Birkenrinde auf.
- Als Bootsbaumaterial ist Birkenrinde aus vielen Kulturen belegt. Am bekanntesten sind wohl die Kanus der nordamerikanischen Ureinwohner: schnelle, wendige und dennoch bemerkenswert stabile Ultraleichtbauten, wie sie in ähnlicher Perfektion nur mit hochmodernen Komposit-Werkstoffen wie Epoxidharz und Kohlefaser hergestellt werden können.
- Mit Birkenpech, ein leistungsfähiger Klebstoff der aus Birkenrinde hergestellt wird, wurden bereits in der Jungsteinzeit Pfeilspitzen angeklebt oder zerbrochene Tongefäße repariert.
Diese Liste der Anwendungen könnte unendlich fortgeführt werden: Dachdecker- oder Dämmmaterial, Rucksäcke, Schuhwerk, Schreib-"Papier", Insektenschutzmittel, Lederpflege und nicht zuletzt eine große Palette von medizinischen und hygienischen Anwendungen.
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![]() Wigwam aus Birkenrinde. Nicht unbedingt schön aber wirksam. Vollkommen wasserdicht, wärmeisolierend und dennoch atmungsaktiv. © Steph & Adam |




